Erschöpfung
Erschöpfung und chronische Müdigkeit – Ursachen erkennen, neue Energie gewinnen

Erschöpfung & chronische Müdigkeit – Ursachen erkennen, neue Energie gewinnen
Anhaltende Müdigkeit, Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit können die Lebensqualität erheblich einschränken. Betroffene berichten häufig, dass selbst ausreichender Schlaf keine wirkliche Erholung bringt. Konzentrationsprobleme, Leistungsabfall, Schlafstörungen, Infektanfälligkeit oder eine ungewöhnlich lange Regenerationszeit nach körperlicher oder geistiger Belastung können hinzukommen.
Die Ursachen einer chronischen Erschöpfung sind vielfältig. Deshalb steht in unserer Praxis nicht allein das Symptom „Müdigkeit“ im Mittelpunkt, sondern die Frage: Warum fehlt dem Körper Energie?
Ganzheitliche Diagnostik bei chronischer Erschöpfung
Am Anfang steht eine ausführliche Anamnese sowie – je nach Beschwerdebild – eine schulmedizinische und naturheilkundliche Diagnostik. Dabei können unterschiedliche Faktoren berücksichtigt werden, beispielsweise Nährstoffmängel, Stoffwechselstörungen, chronische Entzündungsprozesse, hormonelle Veränderungen, Infektionen, Belastungen durch Schwermetalle, Störungen des Darmmikrobioms oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Mitochondrien – die Kraftwerke unserer Zellen
Eine besondere Rolle spielt die mitochondriale Medizin. Mitochondrien produzieren einen großen Teil der Energie, die unsere Zellen in Form von ATP benötigen. Ist die mitochondriale Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, kann dies mit verminderter körperlicher und geistiger Belastbarkeit einhergehen.
Zur Unterstützung der mitochondrialen Funktion setzen wir in unserer Praxis unter anderem die Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT/Cellgym) ein. Dabei wechseln kontrollierte Phasen mit reduziertem und erhöhtem Sauerstoffgehalt. Die Behandlung erfolgt entspannt im Liegen und wird individuell auf den Patienten abgestimmt und überwacht.
Ziel der IHHT ist es, Anpassungs- und Regenerationsprozesse des Organismus anzuregen und die mitochondriale Leistungsfähigkeit zu unterstützen.
Nährstoffe und mögliche Schwermetallbelastungen untersuchen
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind an zahlreichen Prozessen des Energiestoffwechsels beteiligt. Deshalb kann bei Erschöpfungszuständen eine gezielte Untersuchung des Nährstoffstatus sinnvoll sein.
In unserer Praxis nutzen wir hierfür unter anderem den SO-Check, eine schnelle, schmerzfreie und nicht-invasive spektralphotometrische Messung über die Haut. Sie liefert Hinweise auf den Mineralstoff- und Spurenelementhaushalt sowie auf mögliche Belastungen durch Schwermetalle wie beispielsweise Quecksilber, Blei, Cadmium oder Aluminium.
Je nach Fragestellung ergänzen wir diese Untersuchung durch gezielte Laboranalysen, um mögliche Ursachen der Erschöpfung differenzierter abzuklären. Aus den Ergebnissen kann anschließend ein individuelles Konzept zur Versorgung mit Mikronährstoffen und – sofern erforderlich – zur weiteren Abklärung beziehungsweise Behandlung möglicher Belastungen entwickelt werden.
Darm, Mikrobiom und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Auch der Darm kann bei chronischer Müdigkeit und Erschöpfung eine wichtige Rolle spielen. Das Darmmikrobiom steht in enger Wechselwirkung mit Verdauung, Stoffwechsel und Immunsystem. Ein aus dem Gleichgewicht geratenes Darmmilieu kann mit unterschiedlichen Beschwerden verbunden sein.
Je nach Symptomatik können daher Mikrobiomanalysen und weiterführende Stuhluntersuchungen sinnvoll sein. Auch mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden berücksichtigt. Diese können sich nicht ausschließlich durch typische Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung bemerkbar machen, sondern unter anderem auch mit Müdigkeit und reduziertem Wohlbefinden einhergehen.
Ziel ist es, mögliche Störungen des Darmmilieus zu erkennen und darauf aufbauend Ernährung und Darmtherapie individuell anzupassen.
Chinesische Arzneimitteltherapie – individuell auf den Menschen abgestimmt
Ergänzend setzen wir Arzneimittel und Kräuterrezepturen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ein. Die chinesische Kräutermedizin betrachtet Erschöpfungszustände nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit dem gesamten individuellen Beschwerdebild.
Nach den diagnostischen Kriterien der TCM wird eine individuell abgestimmte Rezeptur zusammengestellt. Ziel ist es, gestörte Regulationsprozesse zu beeinflussen und den Organismus bei Regeneration und Wiederherstellung seiner Belastbarkeit zu unterstützen.
Individuelle Therapie statt Standardprogramm
Chronische Erschöpfung hat selten nur eine einzige Ursache. Häufig kommen mehrere Faktoren zusammen. Deshalb entwickeln wir auf Grundlage der Anamnese und Untersuchungsergebnisse ein individuelles Behandlungskonzept.
Je nach Befund können dabei verschiedene Bausteine miteinander kombiniert werden:
- IHHT / mitochondriale Medizin
- gezielte Mikronährstofftherapie
- chinesische Arznei- und Kräutertherapie
- Behandlung festgestellter Nährstoffdefizite
- Abklärung möglicher Schwermetallbelastungen
- Mikrobiom- und Darmdiagnostik
- Diagnostik von Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- individuelle Ernährungs- und Lebensstilmaßnahmen
Unser Ziel ist es, nicht nur kurzfristig gegen Müdigkeit vorzugehen, sondern mögliche Ursachen und aufrechterhaltende Faktoren der Erschöpfung zu erkennen und den Organismus gezielt bei Regeneration, Energiegewinnung und Wiederherstellung seiner Belastbarkeit zu unterstützen.
Chronische Erschöpfung ist nicht gleich ME/CFS
Eine länger anhaltende Erschöpfung sollte immer medizinisch abgeklärt werden. Dies gilt insbesondere bei neu aufgetretener oder ausgeprägter Leistungsminderung. Ein Myalgisches Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist zudem von unspezifischen Erschöpfungszuständen abzugrenzen und erfordert eine entsprechende ärztliche Diagnostik und ein angepasstes therapeutisches Vorgehen.
